DAX unter 7.000 – Kommt jetzt die Korrektur?

In dieser Woche hat der DAX nach uneinheitlichem Verlauf unter der Marke von 7.000 geschlossen. Die Marke ist eigentlich nur von psychologischer Bedeutung, liegen hier doch keine Widerstände oder Unterstützungen. Die wichtigere charttechnische Marke ist die 6.970-Marke. Mit 6.946 Punkten ist der DAX leider auch unter dieser Marke geblieben. Kommt nun die Korrektur?

Betrachtet man sich das charttechnische Bild beim DAX, dann kann man ein Doppeltop im Bereich von 7.150 bis 7.200 Punkten sehen. Auch die kurzfristige „überverkaufte“ Situation konnte der DAX nicht nutzen, um das wichtige Niveau von 6.970 wieder zurück zuerobern. Damit ist der DAX in seine ursprüngliche Konsolidierungsflagge von 6.610 bis 6.970 zurück gefallen.

Die Euro-Finanzminister haben sich bei ihrem Treffen am Freitag wieder einmal gehörig blamiert. Nicht nur das die österreichische Finanzministerin den erzielten Kompromiss früher als geplant ausgeplaudert hat, nein man hat eigentlich keine Aufstockung beschlossen und verkauft nun neue größere Zahlen als wichtigen Schritt. Man hat ganz plump aus dem Volumen des ESM von 700 Mrd. Euro 800 Mrd. Gemacht und diese dann in US-Dollar umgerechnet. Schon werden aus ursprünglich 700 Mrd. Über eine Billion. Was war passiert? Man hat die Berechnungsgrundlage verändert und 100 Mrd. Euro hinzugerechnet, die man schon längst an Griechenland, Irland und Portugal ausgezahlt hat. Man fragt sich hier doch für wie dumm man die Anderen hält? China und Brasilien haben vielleicht vor 500 Jahren Glasperlen gegen Gold getauscht, aber das ist schon lange her. Nun kann Deutschland und Finnland bei seinen Wählern weiter erklären, dass man den Rettungsschirm nicht ausgeweitet hat und nach außen kann man mit großen Zahlen glänzen.

Wenn man genau rechnet kommt nun folgendes dabei heraus:
Das Ursprungsvolumen des ESM bleibt bei 500 Mrd. Aus technischen Gründen bleibt der EFSF mit seinen 240 Mrd. Noch bis Mitte 2013 bestehen und kann genutzt werden – allerdings nur im Notfall und er darf auch nicht wieder aufgefüllt werden. Das glaubt natürlich auch kein Mensch. Sollte es für ein Land X einen Kapitalbedarf geben wird man den Rettungsschirm auch wieder mit Geldern auffüllen.

Das Vertrauen schwindet langfristig. Der norwegische Staatsfonds hat den Auftrag erhalten mehr als die Hälfte seines Volumens auf anderen Kontinenten anzulegen. Die Norweger hatten durch die Euroabwertung erhebliche Verluste erlitten. Der Pensionsfonds hatte im letzten Jahr ein Anlagevolumen von 430 Mrd. Euro und einen wirtschaftlichen Verlust von 2,5 Prozent.

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