Neues Jahr – Alte Sorgen

Auch in dieser Woche setzte sich an den Aktienmärkten die Berg- und Talfahrt des letzten Jahres fort. Bis zum Donnerstag trat der DAX auf der Stelle, um dann die gelungenen Anleiheauktionen der Krisenländer zu nutzen um nach oben zu starten. Am Freitag schlugen die Ratingabstufungen vieler Länder wie Bomben ein. Weiterlesen

Guter Start ins neue Börsenjahr – alte Probleme bleiben

Der DAX hat mit einem Plus von 2,7% den Start in das neue Börsenjahr gut geschafft. Sowohl am ersten Handelstag im neuen Jahr als auch zum Wochenschluss lag das Börsenbarometer im Plus. Für viele Auguren wird das Handelsjahr aufgrund dieser Geschehnisse also ein gutes Jahr. Weiterlesen

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein schönes Weihnachtsfest, einige besinnliche Stunden und für das Jahr 2012 Gesundheit und Zufriedenheit.

Ihr
Wolfgang Zillich

Was am Morgen davon übrig blieb

Die Beschlüsse des EU-Gipfels sind eine gute Woche alt und von den guten Absichten ist nichts mehr geblieben. Der DAX verlor in einer Woche 4,8% und der Euro Stoxx 50 sogar 6%.

200 Mrd. USD sollte der IWF zusätzlich erhalten, um europäische Krisenländer stützen und schützen zu können. 45 Mrd. sollte die Bundesbank überweisen, doch deren Chef Weidmann sträubt sich. Der amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke sagte zu jeglicher Hilfe nein. Er wolle und könne nicht, das gebe sein Mandat nicht her. Die Chinesen, Inder, Brasilianer und andere haben sich nicht ein einziges Mal zu Wort gemeldet. Von den 200 Mrd. sollen 150 Mrd. aus Europa kommen. Die Briten wollen maximal 10 Mrd. einzahlen, die Tschechen 3,5 Mrd. Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass sich alle beteiligen. Russland wird 10 Mrd. beisteuern. Die Summen reichen nicht ansatzweise aus, die 200 Mrd. voll einzuzahlen. Die Mittel sollen bis nächsten Montag bereitgestellt werden. Zeitlich fast nicht mehr zu schaffen.

Automatische Sanktionen, wie nun beschlossen, wenn die Haushaltskriterien nicht eingehalten werden, widersprechen dem EU-Vertrag von Lissabon. Dieser regelt explizit, dass es keine automatischen Sanktionen geben darf. Der Vertrag kann nicht geändert werden, da die Briten ihr „Nein“ dazu abgegeben haben.

Was nun? Ist die Politik gescheitert?

Wenn man die Ratingagenturen befragt, dann schon. Allerdings steht fest, Europa wächst zusammen. Das geht nicht schnell und ist sicher auch manch einem ein Dorn im Auge, aber es tut sich was. Der Prozess stimmt einen positiv. Es haben alle Länder in Europa den Beschlüssen direkt oder indirekt, indem das Parlament befragt werden soll, zugestimmt. Nur die Insulaner nicht. Ein solch schwieriger Prozess neben eine Währungsunion eine Fiskal- und Wirtschaftsunion zu stellen, geht nicht von heute auf morgen.

Interessant ist die Rolle der USA zu sehen. Es beschleicht einen der begründete Verdacht, dass sich ein enger Vertrauter, Freund und Helfer zum Verhinderer und Blockierer entwickelt. Die Pannen der Ratingagenturen sind nur ein kleiner Baustein. Die Regierung hatte den Europäern Hilfe zugesagt. Der Finanzminister hatte gute Vorschläge parat, wie man es machen kann. Im Vorfeld des EU-Gipfels, regnete es erste Abstufungspfeile der Ratingagenturen. Nach dem Gipfel gingen diese weiter in die Offensive, es wäre Alles schon bekannt und nicht weitreichend genug. Danach folgte die totale Weigerung sich über den IWF an den Rettungsbemühungen zu beteiligen. Die Römer hatten ein eingängiges Motto „Divide et impere!“ – Teile und herrsche! Der USD wäre bei einem Scheitern des Euros auf Jahre hinaus die Weltwährung schlechthin. Man müsste sich keine Sorgen mehr machen, dass Chinesen lieber in Europa Direktinvestitionen tätigen würden. Man müsste sich auch keine Gedanken mehr darüber machen, dass es ernsthafte Bestrebungen gibt, Rohstoffe künftig in Euro zu handeln und nicht mehr in USD. Man wäre unverzichtbar, trotz enormen Staatsdefizit.

Europa rückt zusammen! – War der EU-Gipfel der große Wurf?

In dieser Woche haben wir alle gespannt auf den EU-Gipfel geschaut und darauf gewartet, dass er neue Konzepte bringt. Die Euro-Länder haben sich einstimmig der neuen Haushaltsdisziplin unterworfen – jedenfalls verbal. Nur Einer ist ausgeschert und hat sich verweigert – David Cameron. Dafür wird er in England gefeiert, aber Probleme für das Inselvolk wird es mit dieser Haltung geben. Großbritannien hat sich von seinen „Empire“-Gedanken immer noch nicht gelöst. Im Schnelldurchlauf vom der Weltmacht, zur europäischen Großmacht zur wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Das Ganze innerhalb eines Jahrhunderts. Weiterlesen

Bundesanleihen bekommen erste Kratzer ab

In dieser Woche waren die Märkte geprägt von allgemeinen Abgaben und diesmal nicht nur am Aktienmarkt, sondern auch am Rentenmarkt. Die letzte Auktion von Bundesanleihen konnte nicht voll platziert werden. Ein erstes Anzeichen für das Platzen der Blase am Staatsanleihenmarkt? Weiterlesen

Keine Anzeichen für eine bevorstehende Rezession

Zwar verliert die Wachstumsdynamik weltweit an Schwung, doch das aktuelle Konjunkturumfeld gibt derzeit Anlass zur Entspannung. Die gute Stimmung nach dem EU-Gipfel ist mittlerweile wieder verflogen, doch trotzdem haben sich die Aktien deutlich über ihren Krisenniveaus stabilisiert. Droht nun ein erneuter Rückfall? Weiterlesen

Aktiencrash nach oben

Mit den EU-Gipfel-Beschlüssen vom Mittwoch gab es am Donnerstag einen Aktiencrash nach oben. Der DAX schaffte dabei zeitweise den Sprung über 6.400 Punkte, aber auch der Dow Jones Industrial Index überwand die 12.000er Marke. War es das oder geht es noch weiter nach oben? Weiterlesen

Aktienmärkte trotz Gefahren erholt

In den beiden zurückliegenden Wochen haben sich die Aktienbörsen weltweit erholt, trotz weiter existierender Gefahren für das Finanzsystem. Der DAX konnte sich von seinen Tiefstständen von rund 5.000 Punkten sogar um 20 Prozent erholen. Wie geht es nun weiter? Weiterlesen

Eines Morgens grüßt die Drachme

Als vor circa einem Jahr die Schuldenkrise begann und Griechenland unter den europäischen Finanzschutzschirm schlüpfte, konnte sicher keiner ahnen, dass im August ein Stimmungsumschwung stattfinden würde, der seinesgleichen noch nicht gesehen hatte. Wir befinden uns in einer Zeit, die definitiv in die Geschichtsbücher eingehen wird. Aber was wird darin geschrieben stehen? Weiterlesen